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Uveitis - Therapie 2 -> Ciclosporin A

 
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Sunny986
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BeitragVerfasst am: Do März 26, 2009 8:47 am    Titel: Uveitis - Therapie 2 -> Ciclosporin A Antworten mit Zitat

Ciclosporin A

Ciclosporin ist eine natürliche Substanz, welche im Jahr 1970 in einer norwegischen Bodenprobe entdeckt wurde. Der Stoff wird aus einem Pilz gewonnen (Tolypocladium inflatum gams). Dieser Pilz nutzt diese Substanz, um sich gegen andere Pilze zu wehren. Da diese Substanz auch in unserem Immunsystem, welches hoich kompliziert sich darstellt, einwirken und somit eine Dämpfung und Steuerung der immunologischen Vorgänge bewirken.

Wie wirkt es?:

Ciclosporin hemmt die Abbwehrreaktion spezieller Immunzellen und somit auch die Freisetzung der entzündungsfördernden Botenstoffe ( Zytokine), greift sozusagen in die Fehlsteuerung unseres Immunsystem ein.

Der sogenannte Steuerungsfehler unseres Immunsystems ist die fälsche angenomme Eiweißstruktur in unseren Augen, welche mit Fremdstoffen verwechselt wird und bekämpft wird.

Ciclosporin hindert nun die fehlgeleiteten Abwehrzellen des Immunsystems daran weiterhin entzüngsfördernde Botenstoffe freizusetzen, und sorgt somit zum Abklingen der Uveitis.

Ein weitere Vorteil von Ciclosporin ist die Redzuzierung von Kortikosteroiden (Cortison).


Die Behandlung mit Ciclosporin:

Ciclosporin wird eingesetzt, wenn eine herkömmliche Therapie nicht ausreichend greift oder ganz versagt.

Ciclosporin wird auch nur bei nicht infektiöse Uveitiden angewandt. Normalerweise wird eine entzündung mit der Gabe von Kortikosteroiden (Cortison) behandelt. Wenn Cortison nicht hiloft oder bei Absetzen die Entzündung wieder aufflammt, wird Ciclosporin eingestetzt.

Außer bei Patienten mit Behcet-Uveitis, da von vorne herein die Cortison-Therapie nicht ausreicht.


Wie ist die Dosierung?:

Ciclosporin wird in einer Tagesmenge (in 2 Gaben, morgens und abends), die sich nach Körpergewicht errechnet, eingenommen. Normal fängt man mit 5 mg an, kann sich aber auch während der Therapie ändern. Es müssen regelmäßig Blutkontrolle wegen des Ciclosporin-Spiegels durchgeführt werden, damit die Dosis der Wirksamkeit genau auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden kann. Somit wird die wichtige Wirksamkeit eingestellt und die unnötigen Nebenwirkungen zum hohen Anteil ausgebremst.

Die Dosis kann nach 4-8 Wochen Erfolglosigkeit auf 10mg angehoben werden und auch mit Steroiden kombiniert werden.

Zur Weiterbehandlung wird das Ciclosporin auf die noch wirksame und niedrigste Menge gesenkt. Die Gesamtbehandlungsdauer kann sein 3-16 Monate.


Nebenwirkungen in Kombination mit anderen Medikamenten:


Folgende Substanzen erhöhen die Blutspiegel von Ciclosporin und damit auch die Wirkungen und Nebenwirkungen des Wirkstoffs:


Ketoconazol, Fluconazol, Itraconazol, Doxycyclin, hormonellen Verhütungsmitteln, Propafenon, Methylprednisolon, Metoclopramid, Danazol, Allopurinol, Amiodaron, Cholsäurederivate und Imatinib sowie die Wirkstoffgruppen der Makrolid-Antibiotika, Protease-Inhibitoren (Saquinavir) und Kalziumkanalblocker (Diltiazem, Nicardipin, Verapamil, Mibefradil, Lercanidipin).

Die folgenden Stoffe senken die Blutkonzentration von Ciclosporin und vermindern damit seine Nebenwirkungen und Wirkungen:

Barbiturate, Carbamazepin, Phenytoin, Metamizol, Rifampicin, Nafcillin, Octreotid, Proburcol, Ticlopidin, Terbinafin, Troglitazon, Sulfinpyrazon, Sulfadiamidin, Trimethoprim und Johanniskraut-Präparate.

Sonstige Wechselwirkungen:

Ciclosporin kann den Abbau von Digoxin, Colchicin, Prednisolon, Everolimus und Sirolimus vermindern und dadurch die Wirkungen und Nebenwirkungen der Wirkstoffe verstärken.

Die gemeinsame Einnahme von Ciclosporin mit Statinen kann zu schweren Fällen der Muskelerkrankung Rhabdomyolyse führen. Ist die gleichzeitige Gabe der Wirkstoffe nicht zu vermeiden, müssen die Statine vom Arzt schwächer dosiert werden.

Da Ciclosporin den Kaliumspiegel im Blut beeinflusst, sollten andere Wirkstoffe, die dies auch tun, nicht eingenommen werden. Hierzu zählen zum Beispiel kaliumhaltige Arzneimittel, kaliumsparende Entwässerungsmittel, ACE-Hemmer und AT1-Rezeptor-Antagonisten.

Der Blutdrucksenker Nifedipin erhöht die Gefahr von Zahnfleischwucherungen und sollte deshalb bei betroffenen Patienten nicht angewendet werden.

Impfungen können bei gleichzeitiger Ciclosporin-Therapie zu Problemen führen, da sie entweder nicht richtig funktionieren oder die Gefahr einer Infektion besteht. Insbesondere sollte im Behandlungszeitraum auf Lebendimpfungen verzichtet werden.

Während der Einnahme von Ciclosporin sollte kein Grapefruitsaft getrunken werden, da dieser die Blutkonzentration von Ciclosporin erhöht und damit dessen Nebenwirkungen verstärkt.
Quelle: http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Ciclosporin/wechselwirkungen-medikament-10.html


Sonstige Nebenwirkungen:

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

* Bei gleichzeitiger Anwendung mit Statinen kann es zu Muskelerkrankungen kommen. Daher muss das Blutbild ärztlich kontrolliert und gegebenenfalls die Statin-Dosis vermindert werden.
* Wenn Anzeichen für eine Erhöhung des Schädelinnendrucks bestehen, sollte ein Nervenarzt den Patienten untersuchen. Wenn Anzeichen für eine Erhöhung des Hirndrucks bestehen, sollte Ciclosporin abgesetzt werden, da bleibende Schäden des Sehvermögens auftreten können.
* Bei Behandlung mit Ciclosporin sollten regelmäßig Blutdruckkontrollen, ärztliche Kontrollen des Mineralhaushaltes (besonders Kalium und Magnesium) der Nierenfunktion (Kreatinin und Harnsäure) und der Leberfunktion vorgenommen werden.
* Bei Behandlung des nephrotischen Syndroms über einen längeren Zeitraum sollte eine Nierengewebeprobe Aufschluss über mögliche Nierenschädigungen liefern.
* Während der Einnahme von Ciclosporin darf kein Grapefruitsaft getrunken werden.
* Bei Kombination von Ciclosporin mit nicht-steroidalen Antirheumatika muss eine Überwachung der Nierenfunktion zu Beginn der Behandlung und bei Dosisveränderungen erfolgen.
* Bei Impfungen während der Behandlungszeit sollte kein Lebendimpfstoff verwendet werden.
* Das Medikament erhöht das Krebsrisiko, besonders von Hautkrebs. Während der Behandlung ist UV-Bestrahlung daher zu vermeiden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.
Quelle: http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Ciclosporin/warnhinweise-medikament-10.html

Welche Nebenwirkungen kann Ciclosporin
haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Ciclosporin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente.

Häufige Nebenwirkungen:
Nierenfunktionsstörungen, Bluthochdruck, Zittern, Müdigkeit, Kopfschmerzen, nervliche Mißempfindungen (im Allgemeinen in der ersten Behandlungswoche), Zahnfleischgeschwüre, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Magenentzündung, Magen-Darm-Entzündung, Blutfettwerterhöhung (leicht und umkehrbar, speziell in Kombination mit Glukokortikoiden), Überbehaarung.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Krämpfe, Magengeschwüre, Gewichtszunahme, Blutzuckerüberschuss, Blutharnsäureüberschuss, Gicht, Blutkaliumüberschuss, Blutkaliumüberschuss-Verschlechterung, Blutmagnesiummangel, Akne, Hautausschlag, allergische Hautreaktionen, Blutarmut, Wassereinlagerungen im Gewebe, Zyklusstörungen.

Seltene Nebenwirkungen:
Mangelnde Herzmuskeldurchblutung, Verwirrtheitszustände, Bewusstseinsstörungen (manchmal bis zum Koma), Sehstörungen, Hörstörungen, Bewegungsstörungen, Gehirn-bedingte Blindheit, Taubheit, Lähmungen (halbseitig, der Gliedmaßen), Bewegungsstörungen, Erregung, Schlafstörungen, Bauchspeicheldrüsenentzündung, Hautrötung, Juckreiz, Muskelkrämpfe, Muskelschmerzen, Muskelschwäche, Muskelerkrankungen, Weiße-Blutkörperchen-Mangel, Blutplättchenmangel, Körperwärmeerhöhung, Brustschwellungen, Hitzewallungen.

Sehr seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Wasseransammlung in der Netzhaut mit möglicher Verschlechterung des Sehvermögens, auch als Folge einer gutartigen Hirnschwellung, Darmentzündung, blutzell-zerstörende Blutarmut in kleinsten Gefäßen mit Nierenversagen (hämolytisch-urämisches Syndrom).

Besonderheiten:
Wegen der Gefahr einer Leberfunktionsstörung sollten die Leber-Enzym-Werte des Patienten sorgfältig ärztlich überwacht werden. Ein Anstieg der Konzentrationen von Bilirubin und Leber-Enzymen im Blut durch die Behandlung scheint dosisabhängig und umkehrbar zu sein. Gegebenenfalls ist die Ciclosporin-Dosierung zu vermindern.

Die Blutfettwerte sind ebenfalls während der Behandlung zu überwachen und sowohl zu Beginn wie nach dem ersten Behandlungsmonat im Labor zu bestimmen. Bei Anstieg der Blutfettwerte sollte eine Verminderung der Dosis an Ciclosporin und/oder eine Einschränkung der Fettzufuhr mit der Nahrung in Erwägung gezogen werden.

Die Kalium- wie die Magnesium-Konzentration im Blut gibt Auskunft über die Nierenfunktion und sollte daher insbesondere bei Patienten mit ausgeprägten Nierenfunktionsstörungen ärztlich überwacht werden. Bei Magnesiummangel sollte der Arzt Magnesium-Präparate verschreiben.

Wie bei anderen Therapien, die das Immunsystem unterdrücken, bewirkt auch Ciclosporin ein erhöhtes Risiko für Krebs der Lymphzellen und der Haut. Die Häufigkeit scheint eher von Ausmaß und Dauer der Behandlung abzuhängen als von der Anwendung bestimmter Wirkstoffe. Daher sollten Patienten, die über längere Zeit mit Ciclosporin behandelt werden oder sogar kombiniert mit weiteren hoch dosierten Immunsuppressiva, sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Die Unterdrückung des Immunsystems erhöht immer das Risiko für verschiedene Infektionen mit Bakterien, Parasiten, Viren oder Pilzen. Da solche Infektionen unter Umständen einen tödlichen Ausgang haben können, muss der Arzt während der Behandlung mit Ciclosporin ausreichende Vorsichtsmaßnahmen treffen und auch den Patienten gegebenenfalls dazu anleiten. Insbesondere gilt dies für Patienten, die über längere Zeit mit einer Kombination aus verschiedenen hoch dosierten Immunsuppressiva behandelt werden.
Quelle: http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Ciclosporin/nebenwirkungen-medikament-10.html


Wichtig während der Behandlungsdauer:

Blutspiegelkontrollen, Blutdruckmessungen und die regelmäßigen Untersuchung von Haut und Schleimhaut.
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Verfasst am: Do März 26, 2009 8:47 am    Titel: Ähnliche Themen

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